So, dann versuche ich mal, einen “sinnvollen” Beitrag zu del.icio.us zu schreiben. Ich habe die Entdeckungshilfen und -aufgaben angeschaut. Kreuz und quer gelesen. Aber bisher konnte ich mich mit diesem Dienst nicht so recht anfreunden. Liegt es daran, daß ich ihn noch nicht selbst angewendet, sondern nur angeschaut habe? Sollte ich also einen Account anlegen? Ich bin -mehr zufällig- in der letzten Woche bei inetbib (Inetbib Nachrichtensammlung, Bd. 924, Beitrag 5) auf folgende Aussage von Michael Schaarwächter gestoßen:
Warum nutze ich keine Dienste wie del.icio.us? Weil ich meine Lesezeichen gerne mit 1-2 Klicks abrufe (ich nutze die Lesezeichen Toolbar oberhalb der Tabs) und nicht erst auf irgendeinen Dienst warten möchte. Es geht einfach schneller, wenn die Lesezeichen lokal liegen, und die Tools, die Lesezeichen aus del.icio.us und Konsorten in den Browser einblenden, sind mir bisher zu unpraktisch oder zu langsam gewesen. Ich bin aber gespannt auf Hinweise und Argumente, die mich vom Gegenteil überzeugenIch auch ... Was gut ist, wenn man sich mit solchen Diensten beschäftigt, ist, daß man auch über andere interessante Sachen "fällt". Finde ich sehr spannend!
Um jetzt auch das “Social” hier ein wenig hineinzubringen, werde ich 2 Beiträge von “Mitmacherinnen” dieses Kurses zu der Lektion 8 von lernen 2.0 verlinken. Das sind einmal Büchereierlei und dann noch Mopumasi. ( Toll, 2 Trackbacks!) Mal einfach schöne Grüße! ![]()
Schlagworte: del.icio.us, inetbib, l2netbib, Lernen, Social, trackback
Juni 25, 2008 um 10:10 Uhr vormittags
Na dieses Zitat von Herrn Schaarwächter spricht mir doch aus der Seele. Mir fehlen bei der ganzen Lobhudelei von Social Software manchmal schlicht die kritischen Stimmen. Das animiert mich dann immer mal wieder zu der einen oder anderen ketzerischen Intervention…
Juni 25, 2008 um 2:23 Uhr nachmittags
Danke Mopumasi! Ich mag ketzerische Interventionen. Ich kann ja gleich mal meine Einschätzung bisher zum Thema “Social Software” abgeben (die “böse” Version): Jeder sitzt irgendwo allein vor einem Computer und “wühlt” in den Sachen von anderen Leuten …
Darüber spricht er dann mit sich allein (Blog) …
Na, nun ist über den Kommentar doch noch ein wenig “social” in das Ganze gekommen “smile”
Juni 25, 2008 um 8:55 Uhr nachmittags
Danke für den Trackback!
Schön, dass es auch kritische Stimmen gibt. Natürlich ist nicht alles für alle am Web 2.0 sinnvoll und nützlich. Und natürlich muss man es dann auch nicht benutzen. Aber ich finde es gut, zu wissen, was es so alles gibt und wozu es gut sein kann.
Klar habe auch ich meine wichtigsten Favoriten in der Linkleiste meiner Browser “griffbereit”, aber es ist auch unheimlich praktisch, interessante Sachen an einer zentralen Stelle parat zu haben.
Wenn ich etwas entdecke (z.B. ein Buch), das ich mir zum Geburtstag wünschen könnte oder das ich an jemanden vielleicht verschenken könnte, dann wird das bei mir flugs als “bookmark” abgelegt und kann einen “tag” wie “Geschenkidee”, “fürKlaus” oder “Weihnachtsgeschenk” bekommen.
Ich spare mir so das Aufheben, Sortieren und Verlieren von Notizzetteln. Und wenn es soweit ist, dass Klaus’ Geburtstag näherrückt, muss ich nur (egal von welchem PC) unter “fürKlaus” nachsehen, was sich an Anregungen in den letzten Monaten angesammelt hat.
So ein “tag” wird nicht öffentlich gesammelt, allein schon, damit Klaus nicht drüber stolpern kann und weiß, was er zum Geburtstag bekommt.
Dass ich nur allein vorm Computer hocke und in den Sachen von anderen Leuten wühle, kann ich auch nicht bestätigen.
Der soziale Effekt hat sich bei mir “persönlich” ausgewirkt, ich habe echte Menschen mit gleichen Interessen (Bücher - ja, wie sollte es anders sein?) aus meiner Region kennengelernt. Wir treffen uns inzwischen regelmäßig, unternehmen Verschiedenes zusammen und haben vor allem viel Spaß!
Danke an alle, die bis hier mit dem Lesen des langen Kommentars gekommen sind.
Juni 26, 2008 um 8:06 Uhr vormittags
Danke für den interessanten Kommentar, Büchereierlei!
Schön, daß der “soziale Effekt” durch diesen Kurs wirklich auch reale Auswirkungen haben kann. Wie sind denn die persönlichen Kontakte zustande gekommen? Über LibraryThing? Über das Bloggen? Neugier!
Ich denke, ich bin mit Lektion 8 (Bookmarking vor allem) noch nicht so richtig fertig. Vielleicht geht es mir damit so wie mit RSS, das anfangs auch nicht “mein Ding” war …
Juni 27, 2008 um 11:53 Uhr vormittags
Ob man diese “social software” nutzt oder nicht, ist eigentlich nicht so wichtig (obwohl man die Vor- und Nachteile erst bei der Nutzung kennenlernen kann), viel wichtiger ist das Wissen um diese Angebote und die Funktionen.
Ketzerische Interventionen finde ich total in Ordnung, zumeist kommen die aber nach meiner - inzwischen langjährigen - Erfahrung von Leuten, die eben noch keine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Diensten gemacht haben.
Wenn man etwas ausprobiert (vielleicht auch länger als 10 min)., und dann feststellt: “Das brauche ich nicht” ist das OK, vielleicht kann man es ja ein andermal gebrauchen
Juni 28, 2008 um 2:45 Uhr nachmittags
So ist es. Ketzerische Interventionen finde ich meist auch gut und sinnvoll. Das Problem ist nur, wie Edlef schon andeutet, das viele Leute ketzern, ohne überhaupt zu wissen, worum es geht.
Ich halte zum Beispiel Second Life zumindest in der jetzigen Form für völlig unbrauchbar, wenn es um ernsthafte Anwendungen abseits von Chats geht. Um mir dieses vernichtende Urteil zuzulegen, habe ich mich einst extra angemeldet und nutze meinen Account jetzt nur noch, um alle paar Monate zu prüfen, ob ich mein Urteil revidieren müsste.
Die Abstände, in denen ich prüfe, werden übrigens größer.
Juni 30, 2008 um 10:16 Uhr vormittags
Zu Edlef Stabenau: Den ersten Absatz möchte ich voll bestätigen.
Nun zum Ketzern: Schade, daß Sie damit schlechte Erfahrungen gemacht haben. Nur, finde ich, gibt es eben 2 Sorten von “Ketzern”: einmal die, die keine Ahnung haben und damit nur Unbekanntes bequem abblocken wollen - und die anderen. Die, die sich zu solchen Kursen (lernen20) anmelden, die lernen wollen, die Interesse zeigen, neugierig sind. Die müssen - meiner Meinung nach - nicht erst “beweisen”, daß sie Kritk äussern dürfen …
Nein, in diesem Fall ist es eher etwas Positives. Es führt zu Austausch, wie man schön sehen kann. Auf einmal ist hier etwas Leben zu spüren! So empfinde ich das jedenfalls.
Ich habe eher gute Erfahrungen mit ketzerischen Interventionen, auch, wenn ich unterrichte. Sie fordern mich heraus, bringen mich zum Nachdenken. Okay, sie führen manchmal auch zu Reibung (Ärger?) - aber: Reibung erzeugt Wärme …
Zu hauschke: Ich habe gelesen, daß Sie bibsonomy nutzen. Ich habe mich da auch angemeldet.
August 7, 2008 um 10:27 Uhr vormittags
[...] Leuten, die noch keine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Diensten gemacht haben”. Die Kommentare zur Lektion auf Kawa13’s Weblog (trackback, trackback! ), von wo auch die Zitate stammen, fand LoL jedenfalls sehr interessant und [...]