Es war ein kleiner Schock. Ich komme aus dem Urlaub (14 Tage! Wow!) und denke: „Okay. 2 Lektionen lernen 2.0 verpasst. Macht nichts.“ Neugierde! Vorfreude! Voller Elan schaue ich auf die Seite von lernen 2.0: Was ist das?? Da steht doch tatsächlich: This is the end …
Durch viele Wochen hat mich der Kurs begleitet. Donnerstag für Donnerstag eine neue Lektion. Ausprobieren, freuen, lachen, üben, ärgern, nachdenken, begeistert sein, entgeistert sein … Und nun nur noch eine „Finale Aufgabe“. Die ich gerade erfüllt habe, wie man sehen kann.
Ich habe mir die Übersicht über die Lektionen noch einmal ausgedruckt. Was für eine Vielfalt! Hatte ich eine Lieblingslektion? Nein, eigentlich nicht. Ich habe überlegt, wie ich meine Erfahrungen mit diesem Kurs zusammenfassen kann. Da kam mir dieser Artikel aus dem Tag-Surfer gerade recht (und Gelerntes war/ist damit auch abrufbar: Tag-Surfer, Bookmarklets):
aus dem Blog: KiFaSchule:
„Emotionale Prozesse sind für das Lernen wichtiger als bisher angenommen. Der deutsche Hirnforscher Manfred Spitzer plädiert deshalb für eine emotional positiv aufgeladene Schule …
So beginnt ein Interview mit dem Hirnforscher Manfred Spitzer, das am 06.09.2008 in den Oberösterreichischen Nachrichten erschien.
In dem Interview heißt es u.a.:
Spitzer: Emotionen kommen immer dann ins Spiel, wenn etwas rasch gelernt werden soll. Auf die heiße Herdplatte greifen, macht man genau einmal, da braucht es kein stundenlanges Synapsen-Training.“
und das hier:
„Es geht nicht darum, dass man bei jedem Vokabel einen Witz erzählt, sondern darum, dass die Dinge selber interessant sind, überraschend, und dass man die Neugierde am Stoff herauslässt. Dann wirken die Dinge selber belohnend.“
Kawa13’s Weblog › Tag-Surfer — WordPress.
Ja, selber belohnend, interessant, auch manchmal überraschend – das galt auch für lernen 2.0. Und vielleicht war das auch der Grund, warum die Zeit scheinbar im Fluge vergangen ist.
Gelobt habe ich die Macher von lernen 2.0 bereits an anderer Stelle. Mir stellt sich jetzt die Frage: was mache ich ohne lernen 2.0? Schaffe ich es, all das Angestoßene weiter präsent zu halten, zu vertiefen? Soll mein Blog am Leben bleiben? Wird vielleicht gerade dieser sehr „widerwillig“ angelegte Blog dazu führen, dass ich „am Ball“ bleibe? Oder mein inzwischen gut gefüllter Feedreader?
Gründe zum Weitermachen gibt es genug – aber wird die Motivation ausreichen? Mal sehen …
Schlagworte: Blog, Emotionen, Lernen, Schock, tag-surfer
September 10, 2008 um 3:42 |
[...] 10, 2008 by lonelylibrarian Wie Kawa13 war auch LoL über das (wenn auch nicht ganz unerwartete) Ende von Lernen 2.0 etwas geschockt und [...]
September 11, 2008 um 8:19 |
Ein gefüllter Feedreader, den man konstant ausmistet und neu befüllt, ist sicherlich eine gute Grundlage für weitere Entdeckungen. Und weitere Entdeckungen sind mit Sicherheit auch notwendig, um den Spaß am Lernen aufrecht zu erhalten (besten Dank für den Link!).
Ich fänd es auf jeden Fall sehr schön, wenn die deutschsprachige Biblioblogosphäre um ein paar neue Stimmen erweitert wird.